|
|
|
 |
|
|
|
In den letzten Kriegsmonaten wurde das Werk zu über 70% zerstört. Kurzzeitig zog man nach Gottmading zu Firma Fahr und führte von hier aus die Gasmotorenferigung weiter. Bereits 1946 konnten im alte Werk wieder die ersten Motoren gebaut werden. Als erster Nachkriegsschlepper folgte der A28, mit 2 Zylindermotor, Renkgetriebe und serienmäßigem Zapfwellenantrieb. Aus diesem wurde zwei Jahre später der A30, welcher unter anderem eine Kühlerverkleidung erhielt. Die Verkaufszahlen sprachen für sich und es folgten in den daraufolgenden Jahren die erfolgreichen Modelle A15 ( 2 Zyl., 16 PS) und AF15 (mit 5-Gang Getriebe) welche in über 7000 Einheiten gefertigt wurden. Mit diesen markanten Traktoren begann die Güldner typische “Haifischmaul - Baureihe”.
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
Von diesen leichten Bauernschleppern ausgehend, entstanden im Zuge einer recht erfolgreichen Modellpflege in den darauffolgenden Jahren die Entwicklung einer umfassenden Modellreihe kleinerer und mittelschweren Traktoren. Mit dem ADL führte Güldner 1954 seinen ersten luftgekühlten Schlepper vor. Von 1955 bis 1957 unternahm man einen kurzen Ausflug in die Geräteträgerproduktion.. Ritscher fertigte für Güldner den Multitrac in Güldner Farbgebung. Es wurden etwa 500 Exemplare produziert. 1956 waren annähernd 25000 Güldner Traktoren vom Band gelaufen. Ab 1956 entstand eine enge Zusammenarbeit mit der Firma Fahr aus welcher ab 1959 die neue Europa Reihe hervorging. Es entstanden die Modelle: Spessart (15 PS), Tessin (20 PS), Burgund (25 PS), Toledo (36 PS) und Gotland (48 PS). Diese Kooperation endete aber bereit 1961 als KHD bei Fahr mitmischte und Güldner führte die Europe Reihe größtenteils alleine weiter.
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
Zwischenzeitlich war bei Güldner eine völlig neue Motorenbaureihe zur Serienreife gebracht worden. Die im Baukastensystem gefertigte Baureihe L 79 ( von Zwei- bis Sechszylinder). In dieser Serie erschienen 1962 die Typen G40 Toledo ( 36 PS, 3Zyl.) und G50 Gotland (48 PS, 4 Zyl.). Im neuen zeitlosen und markanten Design und neuer roter Farbgebung präsentierte sich die neue Baureihe schon äußerlich zukunftsweisend. Als Krönung folgte der G75 A mit 70 PS, 6L79 Motor und ZF-Getriebe T318 II. Weitere Modelle der G - Reihe waren: G30, G45, G35, G60 (ab G35 auch als Allradversion) sowie Schmalspurschlepper mit den selben Bezeichnungen. Die selbst gesteckten hohen Qualitätsmaßstäbe und der damit verbundene Preis für diese modernen Schlepper führten bei zunehmender Sättigung des Marktes zu starken Absatzproblemen. Gleichzeitig brach die Abnahme von Güldner-Motoren anderer Schlepperhersteller aus dem selben Grunde ein. Als auch noch ZF die Getriebeproduktion für Schlepper unter 80 PS einstellte, war das Ender der Schlepperproduktion bei Güldner besiegelt und endete nach 100.000 gebauten Traktoren im Jahre 1969.
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|